FAQ

Mission und journalistischer Anspruch

Was ist Longform-Journalismus?

Eine Schlagzeile kann Ihnen sagen, dass ein Waffenstillstand unterzeichnet wurde. Sie kann Ihnen nicht sagen, warum es dafür drei gescheiterte Anläufe brauchte, wem seine Bedingungen nutzen oder ob er halten wird. Echte Komplexität – in der Geopolitik, in der Wirtschaft, in jeder Geschichte, auf die es wirklich ankommt – passt selten in eine Schlagzeile. Longform-Journalismus füllt genau diese Lücke: ausführliche Recherchen und Analysen, die sich die Zeit nehmen, nicht nur zu erklären, was passiert ist, sondern warum.

Bei kompreno kuratieren wir ausschließlich diese Art von Journalismus – konstruktiv, gründlich recherchiert und bewusst langsamer als der Nachrichtenzyklus. Keine Agenturmeldungen, keine recycelten Schlagzeilen: nur Longform-Beiträge von über 30 Verlagen, darunter Le Monde, Die Zeit und The Atlantic, übersetzt in Ihre Sprache und ausgewählt von Redakteur*innen, nicht von einem Algorithmus.

Was ist kompreno?

kompreno macht hochwertigen Journalismus über Sprachen und Grenzen hinweg zugänglich. Wir wählen preisgekrönte Reportagen, Analysen und Hintergrundberichte von über 30 erstklassigen Verlagen aus – darunter Le Monde, Die Zeit und The Atlantic – und übersetzen sie ins Deutsche, Englische, Französische, Spanische und Italienische. Kuratiert von Hand, werbefrei und ohne Clickbait: Journalismus, der sich Zeit nimmt und Ihre Zeit verdient.

Was unterscheidet kompreno von anderen Nachrichtenangeboten?

Wir sind kein Eilmeldungsdienst. Statt Schlagzeilen, die bis zum Mittagessen veraltet sind, wählen unsere Redakteur*innen jeden Tag eine Handvoll Beiträge aus, die über Wochen relevant bleiben. Hinzu kommt die Übersetzung: Sie lesen Perspektiven aus über 15 Ländern, die Sie in nationalen Medien oft nicht finden – in Ihrer Sprache. Und weil wir unsere Einnahmen mit allen Verlagspartnern teilen, unterstützt jedes Abonnement direkt die freie Presse.

Verfolgt kompreno eine eigene redaktionelle Linie?

Nein. kompreno hat keine Agenda und schreibt Ihnen nicht vor, was Sie denken sollen. Stattdessen setzen wir auf echte Pluralität: Dasselbe Thema wird bewusst aus unterschiedlichen, auch gegensätzlichen Perspektiven beleuchtet. Was für uns zählt, ist die Zuverlässigkeit unserer Quellen – unabhängiger Journalismus von Verlagen, die sich ihren Leserinnen und Lesern verpflichtet fühlen, nicht Algorithmen.

Wer steht hinter kompreno?

Ein europäisches Team aus Journalismus, Medien und Technologie. Unsere Arbeit wurde mehrfach anerkannt: kompreno wurde von der deutschen Bundesregierung mit dem Kultur- und Kreativpilot*innen-Preis ausgezeichnet, ist offizieller Übersetzungspartner des European Press Prize und war Finalist beim CONTENTshift-Wettbewerb der Frankfurter Buchmesse.

Warum ist kompreno wichtig für die Demokratie?

Wir sind überzeugt: Demokratie gedeiht, wenn Menschen einander verstehen – und das beginnt mit Informationen. Sprache sollte dabei kein Hindernis sein. Indem wir Journalismus über Grenzen hinweg zugänglich machen und unsere Einnahmen mit unabhängigen Verlagen teilen, tragen wir dazu bei, dass die freie Presse eine tragfähige Grundlage behält.

Quellen und Artikelauswahl

Woher stammen die Artikel auf kompreno?

Ausschließlich von etablierten Partnerverlagen, mit denen wir langfristige, werteorientierte Lizenzpartnerschaften pflegen – von Flaggschiffen wie Le Monde, Die Zeit und The Atlantic bis zu preisgekrönten unabhängigen Medien wie brand eins, Prospect Magazine oder MO*. Jeder Artikel wird mit ausdrücklicher Erlaubnis und zum beiderseitigen Nutzen übernommen. Ein wahlloses „Crawlen und Scrapen“ frei verfügbaren Materials gibt es bei uns nicht.

Nach welchen Kriterien wählt die Redaktion Artikel aus?

Qualität vor Quantität: Unser Team liest täglich Beiträge aus über 30 vertrauenswürdigen Quellen und wählt von Hand aus, was Ihre Zeit wirklich wert ist. Bevorzugt werden investigative Recherchen, langformige Analysen sowie einordnender und erklärender Journalismus. Kein Algorithmus, keine Engagement-Metriken – echte Menschen entscheiden, was lesenswert ist.

Veröffentlicht kompreno auch Meinungsbeiträge?

Ja, aber mit klaren Regeln: Meinungsbeiträge und Kommentare werden nur aufgenommen, wenn sie eindeutig als solche gekennzeichnet sind und von ausgewiesenen, glaubwürdigen Stimmen stammen. So bleibt stets transparent, ob Sie eine Analyse oder eine Position lesen.

Wie stellt kompreno Ausgewogenheit sicher?

Pluralismus ist einer unserer Kernwerte. Gerade bei umstrittenen oder sensiblen Themen achten wir darauf, mehrere Perspektiven abzubilden – auch solche, die einander widersprechen. Sensible Themen wie Gewalt, Migration, Konflikte, Gesundheit oder Identität behandeln wir mit besonderer redaktioneller Sorgfalt.

Übersetzung und Kontext

Wie übersetzt kompreno die Artikel?

Wir kombinieren moderne Sprachtechnologie mit menschlicher Kontrolle: Die Technologie übernimmt die Schwerstarbeit, Menschen prüfen die Ergebnisse. Dabei gilt: Übersetzungen müssen dem Sinn, dem Ton und der Absicht des Originals treu bleiben – nicht wörtlich um jeden Preis, sondern klar und präzise. Nuancen, Mehrdeutigkeiten und stilistische Eigenheiten der Autorinnen und Autoren werden respektiert.

Prüfen Menschen jede Übersetzung?

Übersetzungen, die über unseren eigenen Dienst hinaus verwendet werden – etwa zur Republikation durch Partner – unterliegen immer menschlicher Kontrolle und Qualitätssicherung. Innerhalb von kompreno setzen wir auf interne Qualitätssicherungsmaßnahmen mit gezielter menschlicher Prüfung, priorisiert nach Sprachpaar, Komplexität und redaktioneller Relevanz. Eine hundertprozentige Fehlerfreiheit können wir nicht garantieren – aber wir verbessern die Qualität kontinuierlich durch technologische Optimierung und menschliche Überprüfung.

Bleibt der ursprüngliche Kontext eines Artikels erhalten?

Ja. Artikel werden in ihrem originalen politischen, kulturellen und historischen Kontext präsentiert. Unsere redaktionelle Einordnung dient dazu, die Absicht der Autorin oder des Autors verständlich zu machen – nicht, sie umzudeuten. Wird ein Text angepasst, etwa gekürzt oder für ein neues Publikum kontextualisiert, weisen wir dies ausdrücklich aus. Adaptionen dürfen weder neue Argumente einführen noch wesentliche Elemente des Originals entfernen.

In welchen Sprachen ist kompreno verfügbar?

In fünf Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch. So lesen Sie beispielsweise eine französische Investigativrecherche oder eine italienische Analyse bequem auf Deutsch – oder umgekehrt.

Transparenz, Ethik und Korrekturen

Woran erkenne ich die Herkunft eines Artikels?

An seinen Metadaten: Jeder Beitrag nennt die ursprüngliche Autorin oder den Autor, die Originalpublikation und das Datum der Erstveröffentlichung – ergänzt um Lesedauer und thematische Einordnung. Transparenz über Quellen, Urheberschaft und Übersetzungsstatus ist fester Bestandteil unserer redaktionellen Richtlinien.

Wie geht kompreno mit Fehlern um?

Fehler korrigieren wir umgehend und transparent. Aktualisierungen werden klar gekennzeichnet, mit Zeitstempel und – wo sinnvoll – einer Erläuterung. Bei Korrekturen arbeiten wir eng mit unseren Verlagspartnern zusammen, damit Original und Übersetzung übereinstimmen.

Welche ethischen Standards gelten für die Aufbereitung der Artikel?

Unsere redaktionelle Präsentation verzichtet auf Sensationalismus und emotional manipulative Sprache. Überschriften und Zusammenfassungen müssen den Originalartikel akkurat wiedergeben. Unsere Sprache respektiert Vielfalt in Bezug auf Geschlecht, Ethnie, Religion, Nationalität und sozialen Hintergrund – Stereotype, diskriminierende Rahmungen oder entmenschlichende Sprache akzeptieren wir nicht.

Wie werden Urheberrechte gewahrt?

Alle journalistischen Inhalte auf kompreno entsprechen dem Urheberrecht und unseren Lizenzvereinbarungen. Nutzungsrechte werden vor jeder Veröffentlichung geprüft, Originalquellen stets genannt. Wir verändern oder veröffentlichen journalistische Inhalte niemals in einer Weise, die die ideellen oder wirtschaftlichen Rechte der Autorinnen und Autoren verletzt.

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